Der AOK-Hausarztvertrag und die Mobilitätsoffensive VERAHmobil

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Die Versorgung der steigenden Anzahl von Patienten mit mehreren, oft chronischen Krankheiten ist und bleibt eine der zentralen Herausforderungen in unserer Gesellschaft des langen Lebens. 

 

Mit dem bundesweit ersten Hausarztvertrag von AOK Baden-Württemberg, baden-württembergischen Hausärzteverband und MEDI Baden-Württemberg sowie den daran angeschlossenen Facharztverträgen wurden seit 2008 systematisch neue Strukturen geschaffen, um die ambulante Patientenversorgung zu verbessern und dauerhaft zu sichern.

 

Mehrfach wissenschaftlich belegt ist für die hausarztzentrierte Versorgung (HZV) im Rahmen des AOK-HausarztProgrammes, dass die Teilnehmer umfassend besser versorgt werden. Von der intensiveren Betreuung profitieren vor allem chronisch Kranke, die mit 60 Prozent das Gros der 1,7 Millionen Versicherten stellen.

Besser versorgen im Team

Um das zur erreichen, war und ist die Stärkung von Teamwork-Strukturen in den Praxen ein zentrales Element des HZV-Programmes. Anfang 2020 unterstützen in Baden-Württemberg bereits über 2.200 ausgebildete VERAH die 5.000 versorgenden Haus- und Kinderärzte (inkl. Angestellte).

 

Sie übernehmen ärztlich delegierbare Aufgaben wie das Medikamenten- und Wundmanagement oder regelmäßige Routine-Hausbesuche. Dabei geht es nicht nur um Blutdruckmessen und Medikamentenkontrolle. Der Hausbesuch verrät viel mehr und gibt einen genauen Einblick in das Leben der Patienten. Erfahrene VERAH erkennen so etwa aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung, ob jemand depressiv oder dement ist oder eine Fallneigung besteht.

Routine-Hausbesuche fördern

Um speziell die Durchführung von Routine-Hausbesuchen durch die VERAH zu fördern und den Hausarzt zu entlasten, startete im Mai 2013 das Gemeinschaftsprojekt „VERAHmobil – Ihre Hausarztpraxis vor Ort im AOK- HausarztProgramm“

Das innovative Serviceangebot ist mittlerweile ein wichtiger Versorgungsbaustein, der von Hausärzten und Patienten sehr geschätzt wird. Und die Tätigkeit der VERAH erfährt dadurch eine deutliche Aufwertung – in der Außenwirkung und auch innerhalb des Praxisteams.

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