Der Vertrag zur Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) in Baden-Württemberg ist bundesweit die erste Vereinbarung dieser Art, in der der Einsatz einer VERAH zur Versorgung chronisch kranker Patienten eigenständig vergütet wird. Die wissenschaftliche Evaluation des AOK-Hausarztvertrages hat ergeben, dass VERAH mit 71 Prozent überdurchschnittlich oft in Landarztpraxen eingesetzt werden. Dort können sie den Hausarzt durch Übernahme von Routine-Hausbesuchen entlasten. 41 Prozent der befragten VERAH machen bereits Hausbesuche. Dies sei, so Dr. Berthold Dietsche, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg, angesichts einer abnehmenden Zahl von Hausärzten gerade auf dem Land von großer Bedeutung. 

Die Mobilitätsoffensive setzt genau an diesem Punkt an. Allen HZV-Praxen mit einer VERAH wird von den Vertragspartnern ein Kleinwagen zu attraktiven Leasing-Konditionen angeboten. Derzeit verfügen schon rund 1200 der 3500 am AOK-Hausarztvertrag teilnehmenden Ärzte über Personal mit dieser Zusatzqualifikation. „Wir gehen davon aus, dass ein Großteil der Hausärzte mit VERAH diesen Service nutzen wird und dadurch unter dem Strich deutlich mehr Hausbesuche ermöglicht werden“, so Dietsche. Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg betont: „Die Hausarztpraxis der Zukunft wird zunehmend zur Teampraxis. Gerade die Versorgung einer steigenden Anzahl von Patienten mit mehreren, oft chronischen Krankheiten wird immer komplexer und anspruchsvoller. Dafür brauchen wir eine durch den Hausarzt als Lotsen umfassend gesteuerte Versorgung vor Ort.“ 

Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg ergänzt: „Hausarztverträge in Kombination mit angegliederten Facharztverträgen nach Paragraf 73c SGB V tragen maßgeblich dazu bei, die wohnortnahe hausärztliche Versorgung langfristig auf einem hohem Niveau zu sichern. Deshalb sollte es künftig noch mehr Hausarztverträge nach dem Vorbild von Baden-Württemberg geben, um eine flächendeckende ambulante Versorgung in ganz Deutschland auf Dauer zu gewährleisten.“

 

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